ZOiS-Projektteam

Belarus am Scheideweg? Ansichten der Bevölkerung nach der Wahl 2020

ZOiS-Projektteam

Belarus am Scheideweg? Ansichten der Bevölkerung nach der Wahl 2020

IMAGO / ITAR-TASS

Projektbeschreibung

Im Nachgang der Präsidentschaftswahlen in Belarus im August 2020 kam es zu einem bisher unbekannten Maß an politischer Mobilisierung breiter Bevölkerungsschichten im gesamten Land. Durch das gewaltsame Vorgehen gegen Proteste und die gezielte Verfolgung von politischem Dissens konnte der Amtsinhaber Aljaksandr Lukaschenka seine Macht vorerst sichern. In dieser Situation finden sich die Europäische Union, Russland und andere regionale Akteure vor neuen Herausforderungen. In Belarus ist und bleibt Meinungsforschung schwierig, wodurch tiefergehende Einblicke in das Land rar geworden sind. Umso wichtiger ist es für den politischen und wissenschaftlichen Diskurs, zum jetzigen Zeitpunkt ein genaueres Bild von der gesellschaftlichen Stimmung in Belarus zu zeichnen.

Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Online-Panelumfrage (Dezember 2020 und Juli 2021) durchgeführt. Die Befragung erfasst Einstellungen zum Staat, das Vertrauen in Mitbürger*innen und Institutionen, das Verständnis von Politik, Demokratie und Zivilgesellschaft, die Teilnahme an und die Wahrnehmung von Protesten, die Mediennutzung sowie außenpolitische Orientierungen.

Methodik

  • Online Panel Umfrage unter der belarusischen Bevölkerung im Alter von 16-64 Jahren, wohnhaft in Ortschaften mit einer Bevölkerung von mehr als 20.000 Einwohner*innen

Kernfragen

  • Welche soziodemographischen oder anderen Faktoren erklären gesellschaftliche Einstellungen in Belarus nach den Präsidentschaftswahlen im August 2020?
  • Welche politischen und ökonomischen Erwartungen sowie gesellschaftlichen Spaltungen lassen sich in Belarus identifizieren?

Projektbeteiligte

Leitung Forschungsschwerpunkt
Politische Ökonomie und Integration​​​​​​​
Wissenschaftliche Direktorin
Einstein-Professorin für Vergleichende Demokratie- und Autoritarismusforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin