Kooperationen Wissenschaft+

Belarus entschlüsseln

dekoder-Projekt unter Beteiligung des ZOiS

Seit dem Sommer 2020 erlebt Belarus anhaltende Proteste, die sich in vor allem als Reaktion auf Polizeigewalt und Massenfestnahmen zu einer für das Land beispiellosen Mobilisierung ausweiteten. Im Gegensatz zu früheren Protesten, ließen sich die Menschen diesmal trotz massiver Gewalt nicht einschüchtern und schufen so eine Situation, deren langfristiger politischer Ausgang ungewiss ist. Für die deutsche Öffentlichkeit kamen die Proteste in ihrer Breite weitgehend unerwartet. Entsprechend erhöhte sich die Nachfrage nach Informationen über Politik und Gesellschaft in Belarus spürbar. Das Online-Medium dekoder.org hat daher das Projekt „Belarus entschlüsseln“ ins Leben gerufen, das den Prozess des tiefgreifenden Wandels in Belarus begleitet und für die deutsche interessierte Öffentlichkeit zugänglich macht.

Dekoder.org hat schon im November begonnen, sein Themenspektrum auf Belarus zu erweitern und veröffentlicht Hintergrund-Texte zur aktuellen Politik, aber auch zur Kultur und Wirtschaft in Belarus. Seit Januar 2021 ist auch das ZOiS als Förderer an diesem Projekt beteiligt, wird dekoder wissenschaftlich begleiten und eigene Expertise zur Fundierung des Wissens beisteuern. Damit wird dekoder das Gnosen-Programm zu Belarus ausbauen und vertiefen.

 BELARUS ENTSCHLÜSSELN 

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ZOiS Caucasus Network

Das im Herbst 2019 gegründete ZOiS Caucasus Network richtet seine Aufmerksamkeit auf den Aufbau eines institutsübergreifenden, interdisziplinären, wissenschaftlichen und praxisbezogenen Austauschs über die Region sowie die Vernetzung von Expert*innen aus Forschung, Politik und Medien.

Kernziele

  • Die Etablierung einer Kontaktstelle, die unterschiedliche Akteure mit regionalen und transregionalen Bezügen in einem flexiblen organisatorischen Rahmen zusammenbringt.
  • Die beständige Vernetzung von Wissenschaftler*innen und Expert*innen, die sich zu Fragestellungen mit Bezug zu der Kaukasusregion (Politik, Gesellschaft, Kultur) austauschen möchten.

Die Austauschrunden finden derzeit zwei Mal im Jahr statt. Es werden regelmäßige Newsletter versendet, die über aktuelle Forschungsaktivitäten, Publikationen und Veranstaltungen der Netzwerkmitglieder informieren. Aufgrund der Einschränkungen durch die Covid-19 Pandemie finden die Treffen zurzeit online statt. Bei Interesse oder Fragen zum Netzwerk, melden Sie sich bitte bei: Sina.Giesemann(at)zois-berlin(dot)de

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GLocalEAst

Seit Oktober 2020 ist das ZOiS als Associate Partner an der durch Erasmus+ von der Europäischen Union finanzierten strategischen internationalen Partnerschaft GLocalEAst beteiligt. Ziel des auf drei Jahre angelegten Konsortiums ist es, neue Lehrprogramme für Studierende im Bereich der Migrations-, Diaspora- und Grenzstudien in Ostmitteleuropa zu entwickeln. Die Lehrpläne sollen Studierenden insbesondere praxisorientierte Fähigkeiten vermitteln, um den Übergang in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die teilnehmenden Institutionen werden in die Entwicklung und Erprobung innovativer digitaler Methoden und Pädagogiken eingebunden. Damit sollen attraktive Lehrmethoden ausgearbeitet, die Berufsprofile der Mitarbeiter*innen gestärkt, Lücken in bestimmten Lehrbereichen geschlossen und die Internationalisierung und Vernetzung gefördert werden. Außerdem möchte das Projekt eine Plattform von Expert*innen aus Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen und lokalen Regierungsinstitutionen aufbauen, die Migrations- und Integrationsprozesse in Ostmitteleuropa beobachten. Am ZOiS sind die Wissenschaftler*innen Tsypylma Darieva, Piotr Goldstein und Sabine von Löwis an GLocalEAst beteiligt.

 GLocalEAst 

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