Veranstaltungsreihe

Geschichte(n) Schreiben: Der Zweite Weltkrieg in Literatur und Wissenschaft

11.02.2026

Wie nur wenige andere Ausdrucksmittel kann Literatur geschichtliche Vorstellungswelten erweitern. Verglichen mit dem politischen oder journalistischen Diskurs kann der Roman Themen freier behandeln und so neue Blickwinkel auf geschichtliche Prozesse eröffnen. Oft ist es Literatur, die neue Akzente setzt und verändert, wie wir über Geschichte sprechen. Gleichzeitig spiegelt Literatur aber auch die Gesellschaft wieder, in der sie entstanden ist.

In dieser Veranstaltungsreihe widmen wir uns Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. An drei Abenden lesen Autor*innen und Übersetzer*innen aus ihren Büchern und diskutieren mit Wissenschaftler*innen über die darin angesprochenen historischen Themen. 

Utopie und Terror: Sibirien

An diesem Abend greifen wir das Thema von Moral, Gewalt und Überleben in einem totalitären System auf und lenken dabei den Blick auf individuelle Schicksale im Gulag-Kontext.

Wann: 12.02.2026 19:00 - 21:00 Uhr
Wo: Museum Berlin-Karlshorst

Verdrängen und Erinnern: Lappland

In unserer Reihe mit dem Museum Berlin-Karlshorst blicken wir auf einen oft vergessenen Schauplatz des Zweiten Weltkriegs: Finnland. Petra Rautiainens Roman „Land aus Schnee und Asche" erzählt vom Leid der Insass*innen nationalsozialistischer Zwangsarbeitslager und fragt nach Verdrängung und Mittäterschaft.

Wann: 26.03.2026 19:00 - 21:00 Uhr
Wo: Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)

Vielstimmigkeit in Grenzregionen: Bukowina

In unserer Reihe mit dem Museum Berlin-Karlshorst erkunden wir anhand von Oleg Sebrians Roman „Tango in Czernowitz“ die nördliche Bukowina – eine Grenzregion geprägt von kultureller Vielfalt und politischen Umbrüchen. Wir sprechen darüber, wie Literatur vielschichtige historische Räume sichtbar macht.

Wann: 16.04.2026 19:00 - 21:00 Uhr
Wo: Museum Berlin-Karlshorst