Belarus am Scheideweg? Ansichten der Bevölkerung nach der Wahl 2020

Belarus am Scheideweg? Ansichten der Bevölkerung nach der Wahl 2020

IMAGO / ITAR-TASS

Das Projekt wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes als Projektförderung finanziert. Die Fördersumme beträgt 28.940 Euro. 

Projektbeschreibung

Im Nachgang der Präsidentschaftswahlen in Belarus im August 2020 kam es zu einem bisher unbekannten Maß an politischer Mobilisierung breiter Bevölkerungsschichten im gesamten Land. Die langanhaltenden Proteste stellen eine neue Herausforderung für den Amtsinhaber Aljaksandr Lukaschenka, aber auch für die Europäische Union, Russland und andere regionale Akteure dar. In Belarus war es in der Vergangenheit sowohl für die inländische als auch die ausländische Meinungsforschung schwierig, repräsentative Umfragen durchzuführen. Nach wie vor sind tiefergehende Einblicke in das Land rar. Umso wichtiger ist es für den politischen und wissenschaftlichen Diskurs, zum jetzigen Zeitpunkt ein genaueres Bild von der gesellschaftlichen Stimmung in Belarus zu zeichnen. 

Im Rahmen dieses Projekts wird zunächst eine repräsentative Online-Umfrage in Belarus durchgeführt (Altersgruppe: 16 bis 64 Jahre). Die Befragung erfasst Einstellungen zum Staat, das Vertrauen in Mitbürger*innen und Institutionen, das Verständnis von Politik, Demokratie und Zivilgesellschaft, die Teilnahme an und Wahrnehmung von Protesten, die Mediennutzung sowie außenpolitische Orientierungen.

Kernfragen

  • Welche soziodemographischen oder anderen Faktoren erklären gesellschaftliche Einstellungen in Belarus nach den Präsidentschaftswahlen im August 2020?
  • Welche politischen und ökonomischen Erwartungen sowie gesellschaftlichen Spaltungen lassen sich in Belarus identifizieren?

Projektkoordinator*innen

Leitung Forschungsschwerpunkt
Politische Ökonomie und Integration​​​​​​​