Armenien: Ein Jahr nach der „samtenen Revolution“

Roundtable Osteuropa 3/2019

18.04.2019

Vor einem Jahr löste der Armeniens Präsident Sersch Sargsjan weitreichende Proteste aus, als er seine Macht durch einen Wechsel in das Amt des Ministerpräsidenten verlängern wollte. Die friedliche Protestbewegung um den Oppositionspolitiker Nikol Paschinjan führte schließlich zu einem Rücktritt Sargsjans und in der Folge zu einem friedlichen Machtwechsel und Neuwahlen. Wer hat die Proteste getragen und wodurch unterscheiden sich die Ereignisse von „Farb-“ und „Blumenrevolutionen der letzten Jahre?

Die Politikwissenschaftlerinnen Gwendolyn Sasse und Nadja Douglas diskutieren mit der Journalistin und Kaukasus-Expertin Silvia Stöber über die Vorläufer, die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Proteste und über den von der Regierung Paschinjans angestoßenen Reformprozess.

Gesprächsleitung: Gwendolyn Sasse (ZOiS)
Mit: Nadja Douglas (ZOiS) und Silvia Stöber (Journalistin)