Ukraine Research Network@ZOiS

Ukraine Research Network@ZOiS

Eine Gruppe von mehreren Frauen mit ihren Kindern sitzt in Winterkleidung auf einem Bahnsteig. Im Hintergrund ist ein Teil eines blauen Zugwagens mit gelben Streifen zu sehen.
Menschen schützen sich während eines russischen Raketenangriffs in einer U-Bahn-Station in Kyiv. IMAGO / NurPhoto

Zum Abschluss seiner vierjährigen Förderphase durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt veröffentlicht das Ukraine Research Network@ZOiS die UNET Times. Das Magazin informiert nicht nur über die Forschungsergebnisse der UNET-Fellows zu Themen wie Migration und Vertreibung, Bildung, Resilienz, Wiederaufbau und Gender. Es blickt auch hinter die Kulissen von wissenschaftlichem Arbeiten unter Kriegsbedingungen.

Projektbeschreibung

Als Reaktion auf die neuen Herausforderungen, die der Krieg Russlands gegen die Ukraine für die Forschung zur Ukraine und zu Osteuropa insgesamt mit sich bringt, hat das ZOiS im November 2022 das Ukraine Research Network@ZOiS (UNET) gestartet, ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt für vier Jahre gefördertes Vernetzungs- und Transferprojekt. UNET hatte zum Ziel, sozialwissenschaftliche Forschung zur Ukraine zu vernetzen und sichtbarer zu machen. Dafür vergab es Fellowships an ukrainische Wissenschaftler*innen, die nach Berlin kamen, aber auch an solche, die in der Ukraine blieben und vor Ort forschten. Um einen Beitrag zum Erhalt des akademischen Potenzials in der Ukraine zu leisten und eine Grundlage für den Wiederaufbau zu schaffen, wurden ukrainische akademische Einrichtungen systematisch in das Netzwerk einbezogen.

Ein weiteres Ziel von UNET war es, die bisher eher getrennt arbeitenden akademischen Institutionen und Ansätze aus den Regionalstudien (insbesondere zu Osteuropa und der Ukraine), mit der Konflikt- und der Migrationsforschung zu vernetzen. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine erfordert einen intensiveren wissenschaftlichen Austausch zwischen diesen Bereichen.

Das Projekt war bestrebt, die im Netzwerk gesammelte Expertise von kooperierenden Institutionen und Wissenschaftler*innen einem Fachpublikum zugänglich zu machen, suchte aber auch den Austausch mit der breiteren Öffentlichkeit durch verschiedene Formate der Wissenschaftskommunikation. Ein weiteres wichtiges Ziel war es, Fachwissen über die Ukraine in die Lehrpläne der Universitäten aufzunehmen und Studierenden für die Ukraine zu sensibilisieren.

Kernziele

  • Förderung der Forschung vor Ort in der Ukraine
  • Vermittlung von Forschungsergebnissen über die Ukraine, wobei insbesondere die Stimmen von ukrainischen Wissenschaftler*innen gehört werden sollen
  • Einbindung ukrainischer Forscher*innen in relevante internationale Netzwerke
  • Unterstützung ukrainischer Forschungsinstitute