Vertrauensbildung und Konfliktbeilegung im Fall Transnistrien

Projektkoordination: Dr. Nadja Douglas und Prof. Dr. Stefan Wolff (University of Birmingham)

Dieses Projekt analysiert rückblickend das breite Spektrum vertrauensbildender Maßnahmen (VBM), die bei bisherigen Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts zwischen der Republik Moldau und Transnistrien zur Anwendung kamen.

Fehlende Fortschritte bei der Lösung langanhaltender Konflikte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion werden häufig durch lokale Widerstände oder geopolitische Blockaden erklärt. Dies hat zu der Annahme geführt, dass ein wirkungsvoller Verhandlungsprozess auf beide Problembereiche abzielen muss, indem er sowohl lokale Differenzen als auch die sich vertiefende Spaltung zwischen Russland und dem Westen überbrückt.

Im Rahmen des Projektes werden insbesondere die Dynamik zwischen der internationalen und lokalen Ebene beleuchtet und eine überprüfbare Hypothese darüber entwickelt, wie sich erstere im Kontext von vertrauensbildenden Maßnahmen auf letztere auswirkt. Bei der Untersuchung bisher erfolgter VBM wird ein besonderer Fokus auf Wirtschaft und Handel auf der einen sowie Sicherheitspolitik und militärische Transparenz auf der anderen Seite gelegt. Methodisch basiert das Projekt auf einer umfangreichen Dokumentenanalyse, Process Tracing von VBM in den Zeiträumen 2010 bis 2012/13 und 2013/14 bis heute, qualitativen Interviews mit verschiedenen am Verhandlungsprozess beteiligten Akteuren sowie der Analyse von Kovarianzen von Ereignissen auf lokaler und internationaler Ebene.