Prof. Dr. Regina Elsner

Zwischen Unabhängigkeit und Sicherheit: Religion in sicherheitspolitischen Diskursen

Prof. Dr. Regina Elsner

Zwischen Unabhängigkeit und Sicherheit: Religion in sicherheitspolitischen Diskursen

Mit dem Rücken zur Kamera stehen Männer in Militäruniformen, im Hintergrund sind orthodoxe Geistliche zu sehen, deren Blicke ebenfalls auf eine Zahl Kerzen und blau-gelbe Blumen gerichtet sind, welche zwischen den beiden Gruppen auf dem Boden liegen.
Das Militärorchester der Militärakademie Odesa und Priester der Ukrainischen Orthodoxen Kirche Kyjiwer Patriarchat gedenken am Tag der ukrainischen Flagge den durch den Angriffskrieg Russlands Getöteten. Odesa, 23. August 2025.

Projektbeschreibung

Anlässlich der Annexion der Krim durch Russland 2014 wurde zum ersten Mal international wahrgenommen, welche politische Kraft religiöse Vorstellungen – namentlich die vom russischen Machthaber Wladimir Putin betonten spirituellen Wurzeln der russischen Staatlichkeit auf der Krim – im postsowjetischen Raum gewonnen hatten. Besonders im Kriegsgeschehen zwischen Russland und der Ukraine hat Religion bzw. die Orthodoxie einen festen Platz; sie wird von beiden Seiten als Aspekt der Sicherheitspolitik und als Element kultureller Abgrenzung positioniert. Das Forschungsprojekt fragt nach den Schnittflächen von sicherheitspolitischen Diskursen und orthodoxer Tradition in Russland und der Ukraine. Dabei soll gezeigt werden, welche Kontinuitäten und Brüche in der Einbindung der Orthodoxie als Element der sicherheitspolitischen Diskurse seit dem Ende der Sowjetunion erkennbar sind.

Kernfragen

  • Wie wird die orthodoxe Tradition bzw. Theologie genutzt, um sicherheitspolitische Diskurse zu verstärken?
  • Welche Aspekte der orthodoxen Tradition und Theologie der Region widersprechen der Securitisation von Religion im Kontext des russischen Krieges, und wie lassen sich diese in Akteursstrategien übertragen?

Methodik

  • Diskursanalyse relevanter kirchlicher und politischer Texte und Reden

Projektleitung