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Fürsorge und Solidarität - Neuer Motor für Proteste in autoritären Regimen?

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Fürsorge und Solidarität - Neuer Motor für Proteste in autoritären Regimen?

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Proteste in Minsk nach den Präsidentschaftswahlen 2020. IMAGO ITAR-TASS

Die Proteste in Belarus nach den Präsidentschaftswahlen 2020 zeigten neue Formen und Allianzen, um sich der Gewalteskalation durch staatliche Akteure entgegen zu stellen. Dabei standen die Solidarität und Sorge um die Mitmenschen im Vordergrund und prägten damit auch die Formen des Protests oft mehr als Fragen nach Identität und bestimmte politische Forderungen. Diese Entwicklung steht in Spannung zu Forschungen, die über Jahre eine Individualisierung der postsowjetischen Gesellschaften beobachteten und die Abwertung der Ideen von Gemeinschaft und Solidarität beschrieben, welche durch die sowjetische Ideologie diskreditiert worden waren. Die belarusische Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga und der Politikwissenschaftler und Aktivist Sergey Medvedev diskutieren mit Regina Elsner, ob sich die treibenden Ideen der Proteste gegen die autoritäre Regime in Belarus und Russland in den vergangenen Jahren verändert haben, wie sich Fürsorge und Solidarität in neuen Protestformen manifestieren und wie dies die Gesellschaften beeinflusst.

Teilnehmende

  • lga Shparaga (European College of Liberal Arts in Belarus, ab Januar 2022 Wissenschaftskolleg zu Berlin)
  • Sergey Medvedev (Dekabristen e.V.)
  • Regina Elsner (ZOiS)

Kontakt

Anja Krüger
Kommunikationskoordinatorin
events(at)zois-berlin.de

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe ZOiS Forum.

Das ZOiS Forum vereint wissenschaftliche, künstlerische und politische Perspektiven auf Themen, die Osteuropa heute bewegen. Damit wollen wir die Relevanz und Vielfalt unserer Forschungsregion einem breiten Publikum zugänglich machen. Die Lesungen, Diskussionen, Vorträge oder Filmvorführungen finden während des Semesters einmal im Monat statt.

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