„Die neue Barbarei“ – Viktor Jerofejew im Gespräch mit Irina Busygina
Anton-Wilhelm-Amo-Str. 60
10117 Berlin
„Die neue Barbarei“ – Viktor Jerofejew im Gespräch mit Irina Busygina
Anton-Wilhelm-Amo-Str. 60
10117 Berlin
Veranstaltung in englischer Sprache mit deutschen Lesestellen
In Kooperation mit Matthes & Seitz Berlin
Viktor Jerofejews neuer Roman entwirft ein grell schillerndes Panorama menschlicher und politischer Abgründe, in dem Wahrheit zum Spiel und Moral zur Attitüde wird.
Während Putin als „Pontschik“ erscheint – ein in Öl gebackener Krapfen mit Loch in der Mitte, Symbol einer aufgeblähten Leere –, geriert sich die Opposition in der Pose der Märtyrer. Im Zentrum steht die „Russische Schuld“, eine weibliche Allegorie des Landes und Objekt der Begierde des Protagonisten. Mit ihr macht sich Jerofejews Alter Ego auf ins „Himmlische Moskau“, eine surreale Landschaft zwischen Traum, Erinnerung und Farce, in der Geschichte und Gegenwart ineinanderstürzen.
Am ZOiS stellt der Autor das Buch vor und spricht mit der Politikwissenschaftlerin Irina Busygina über die Themen des Romans und seine Bezüge zum Russland der Gegenwart.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter events(at)zois-berlin(dot)de.
Viktor Jerofejew gilt als kritischer Intellektueller und als einer der bekanntesten zeitgenössischen russischen Autoren. Mit seinem 1989 erschienenen Roman „Die Moskauer Schönheit“, der in 27 Sprachen übersetzt wurde, erlangte er internationale Bekanntheit. Seit 2022 lebt er im Exil in Berlin.
Irina Busygina ist Politikwissenschaftlerin und forscht seit 2024 am ZOiS. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Föderalismus und Dezentralisierung in autoritären Ländern des postsowjetischen Raums sowie die russische Außenpolitik.