Whose Nation is it Anyway? Identities and Nation-Building in Kazakhstan

Vortrag (auf Englisch) | 13. Februar 2020 | 18:00

Mit: Dr. Rico Isaacs (University of Lincoln)
Moderation: Beate Eschment (ZOiS)

Nationsbildung und Nationalismus traten anstelle der ideologischen Leere, die der Kommunismus im postsowjetischen Zentralasien hinterlassen hatte. Die politischen Eliten wandelten sich dabei übergangslos von Kommunisten zu nationalistischen Ideologen. Es ist daher nicht überraschend, dass Nationenbildung, Identität und Ethnizität im Zentrum der Praxis und des Diskurses der postsowjetischen Politik in Kasachstan standen.

In seinem Vortrag wird Rico Isaacs die Entwicklung des Nationsbildungsprozesses im postsowjetischen Kasachstan und des Diskurses über ihn nachzeichnen. Dabei untersucht er, wie dieser konstruiert wurde und wie er von Wissenschaftler*innen untersucht und verstanden wird. Sowohl in der Praxis als auch im Diskurs der kasachischen Nationsbildung lag der Schwerpunkt auf Artefakten der nationalen Identität, wie Geschichte, Mythen und Sprache. Die Fokussierung auf die Darstellung und Symbolik dieser Artefakte führt zu vier miteinander verbundenen Themen, die Isaacs in seinem Vortrag präsentiert.


Rico Isaacs ist seit September 2019 Associate Professor für Politik an der University of Lincoln, nachdem er zuvor an der Oxford Brookes University gearbeitet hatte. Seine Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Autoritarismus, Kultur und politischer Theorie in postsowjetischen Staaten mit besonderem Schwerpunkt auf den zentralasiatischen Republiken.

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