Russland² – Wie blicken Ost- und Westdeutsche auf Russland?

Podiumsdiskussion mit Gwendolyn Sasse, Steffen Mau und Silvia Stöber

Moskau (Nikolay Vinokurov/Alamy Stock Foto)

Der dreißigste Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands im Oktober 2020 lädt dazu ein zu fragen, wie einig sich die Bevölkerung in Ost -und Westdeutschland in ihren politischen Ansichten heute ist. In der Veranstaltung weiteten wir die Frage nach „Einigkeit“ auf einen Themenkomplex aus, der Außen- und Innenpolitik miteinander verbindet, im öffentlichen Diskurs regelmäßig anklingt, aber bisher nicht systematisch analysiert wurde: die Russlandansichten.

Wie groß sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, wenn es um die Beurteilung Russlands oder der deutsch-russischen Beziehungen geht? Was zeichnet russlandaffine Argumentationsmuster in Ost- und Westdeutschland aus? Inwieweit geht es um eine bewusste Auseinandersetzung mit Russland und wo haben wir es mit einer indirekten Aussage über die Bundesrepublik oder „den Westen“ zu tun? Welche Rolle spielen historische Prägungen und Sozialisation?

Das ZOiS hat diese Fragen mit Hilfe von repräsentativen Umfragen, Fokusgruppen und Interviews untersucht. Hierzu erscheint demnächst ein ZOiS Report. Vorab diskutieren die Autorinnen der Studie, Gwendolyn Sasse und Silvia Stöber, historische und gegenwärtige Perspektiven mit Steffen Mau, dem Autor des Buches „Lütten Klein“.

Es besteht die Möglichkeit, per Chat Fragen zu stellen. Den Stream können Sie auf unserer Facebookseite oder unter folgendem Link aufrufen:

zoom.us/j/94869131740


Gwendolyn Sasse ist die Wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS). Sie forscht unter anderem zu politischen Identitäten und Konflikten im postsowjetischen Raum und hat im vergangenen Jahr das Projekt Russland² begonnen.

Silvia Stöber ist als freie Journalistin seit mehr als zehn Jahren auf den postsowjetischen Raum spezialisiert. Sie arbeitet für die ARD, Neue Zürcher Zeitung, Tagesspiegel und weitere Publikationen.

Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Autor von Lütten Klein - Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft.

Moderation: Anja Krüger (ZOiS)