Autoritarismus und was dann? Russland, die Türkei und die Entfremdung vom Westen

Podiumsdiskussion (Deutsch und Russisch mit Simultanübersetzung)

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.

mit Marija Lipman (Journalistin, Moskau), Günter Seufert (Stiftung Wissenschaft und Politk)
Moderation: Manfred Sapper (Zeitschrift OSTEUROPA)

© Alamy Stock Foto

Das Verhältnis Russlands und der Türkei zu Deutschland und der Europäischen Union ist von Entfremdung geprägt. Das hat primär innenpolitische Gründe. Unter Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan sind zentralisierte Kontrollregime entstanden. Demokratie, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten sind eingeschränkt oder abgeschafft. Das imperiale Erbe bestimmt das Weltbild der herrschenden Eliten, die auf nationalistische Mobilisierung, Repression und Abgrenzung vom Westen setzen.
 
Doch wie stabil sind diese Ressourcen autoritärer Herrschaft tatsächlich? Worin unterscheiden sich die Türkei und Russland? Wo liegen die Potentiale für Kooperation und Konflikt zwischen Moskau und Ankara? Und wie sollen Deutschland und die EU eigentlich mit diesen fremd gewordenen Partnern im gemeinsamen Haus Europas umgehen?
 
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, zu der die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde und das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien einladen.
 
Zur Veranstaltung erscheint das OSTEUROPA-Themenheft „Vergleichende Toxikologie. Herrschaft in Russland und der Türkei“ [= OSTEUROPA 10–12/2018].

Wir bitten um Anmeldung unter events(at)zois-berlin(dot)de.


Marija Lipman ist Journalistin mit Russland-Expertise. Im Jahr 2015 war sie Visiting Fellow des European Council on Foreign Relations.

Dr. Manfred Sapper studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie. Seit 2002 ist er Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa.

Dr. Günter Seufert ist Senior Fellow bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Türkei sowie die Europäische Union und EU-Erweiterungspolitik.