Urban Activism in Eastern Europe

Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Volksbühne Berlin | Eintritt: 8/5 Euro

Mit: Alexander Formosov (Dekabristen e.V., Berlin), Zuzanna Hertzberg (Künstlerin und Aktivistin, Warschau), Sasha Kurmaz (Künstler, Kiew), Lela Rekviashvili (Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig)
Moderation: Tsypylma Darieva (ZOiS, Berlin)

Im Zusammenhang mit Osteuropa hört man häufig von schwachen Zivilgesellschaften. Hartnäckig hält sich das Bild der verängstigten, politisch passiven Bürger*innen. Wer jedoch genau hinschaut, bemerkt, dass sich in Osteuropas Städten vielerorts Widerstand gegen neoliberale oder autoritäre Strukturen regt, der in kreativen Protestformen, künstlerischen Interventionen und der (Wieder)-Aneignung städtischen Raums seinen Ausdruck findet. Aktivist*innen, Künstler*innen und Sozialwissenschaftler*innen zeigen anhand von Bild- und Videomaterial, wie vielfältig und dynamisch urbaner Aktivismus in Osteuropa gegenwärtig ist, von Graswurzel-Aktionen im russischen Murmansk, über Mobilisierung von Straßenprotesten gegen Hochhausprojekte in Tiflis bis hin zu künstlerischen Interventionen in ukrainischen und polnischen Städten. Sie diskutieren über verschiedene Formen und unterschiedliche Effekte von urbanem Aktivismus in Osteuropa und fragen nach regionalen Besonderheiten und globalen Verbindungen.


Tsypylma Darieva ist Sozialanthropologin und Wissenschaftlerin am ZOiS. Gemeinsam mit Carola Neugebauer gibt sie den Band „Urban Activism in Eastern Europe and Eurasia. Practices and Strategies“ heraus, der in Kürze bei DOM Publishers erscheint.

Zuzanna Hertzberg ist Malerin, Schöpferin von Installationen und Performance-Aktionen sowie ‘Artivistin’. Sie beschäftigt sich mit den Themen Erinnerung, Körper sowie Identität und Geopolitik im weiteren Sinne. Zuzanna erhielt ihren PhD an der the Warsaw Academy of Fine Arts (2018). Sie ist Mitglied der Antifaschistischen Koalition und Mitbegründerin des Jüdischen Antifaschistischen Blocks.

Sasha Kurmaz beschreibt sich als einen multidisziplinären „Postkonzept“-Künstler. In seiner künstlerischen Praxis nutzt er Fotografie, städtische Interventionen und Performances, anhand derer er soziale und politische Wechselbeziehungen analysiert und sich poetischen sowie politischen Zielen zuwendet. Seine Kunst ist gleichzeitig direkt zugänglich und interpretationsoffen.