Osteuropa und Chinas Neue Seidenstraße

Podiumsdiskussion | In Kooperation mit merics und rbb inforadio | 21. Januar 2020 | 19:00 Uhr

Mit Thomas Eder (merics) und Beate Eschment (ZOiS)
Moderation: Dietmar Ringel (rbb)

Import Prüfstelle in Xi'an. © UPI / Alamy Stock Foto

Chinas Groß-Projekt der Neuen Seidenstraße (Belt-and-Road-Initiative, kurz BRI) ist ein zentraler Teil der außenpolitischen Strategie des Landes, seinen Einfluss in seiner Nachbarschaft und darüber hinaus zu erhöhen. Dabei wird nicht zuletzt die historisch bedingte Bedeutung Russlands in der Region, etwa in Zentralasien, in Frage gestellt. Zudem macht die fortschreitende Ausdehnung und die Einbeziehung sicherheitspolitischer Aspekte die BRI zunehmend auch global zu einem kontroversen Projekt. Wir wollen zum einen über die politischen Auswirkungen in der Region, vor allem in Zentralasien, zum anderen auch über Probleme bei der tatsächlichen Umsetzung diskutieren und auch die Bestrebungen Chinas in Ost- und Mitteleuropa genauer in den Blick nehmen.


Thomas Eders Forschungsschwerpunkte sind die eurasische Geopolitik, die EU-China Beziehungen und transnationale Sicherheitspolitik sowie die internationale Rechtsordnung. Bevor er zu MERICS kam, forschte er zu den chinesisch-russischen Beziehungen und Energiesicherheit in China sowie zu China und internationalen Gerichtshöfen und Tribunalen.

Beate Eschment ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZOiS und seit 2008 Redakteurin der Zentralasien-Analysen. In ihrem Forschungsprojekt geht es um Identitätsbildung und Interessenvertretung der kleinen nationalen Minderheiten in Kasachstan.