Kirgistan nach dem erneuten Umsturz

Eine Kooperationsveranstaltung mit der DGO

Zum dritten Mal in 15 Jahren haben Proteste in Kirgisistan zum Rücktritt eines Präsidenten geführt. Unregelmäßigkeiten bei den Parlamentswahlen Anfang Oktober brachten die Menschen auf die Straße. Vor allem junge Demonstranten forderten die vollständige Entmachtung der alten politischen Elite. In dem folgenden gewaltsamen Machtkampf hat sich mit Sadyr Schaparow ein Politiker mit zweifelhafter Vergangenheit und wenig Führungserfahrung als neuer starker Mann durchgesetzt. Dies lässt daran zweifeln, dass er die Korruption und andere Missstände wirklich bekämpfen will. Bei den im Januar anberaumten Präsidentschaftswahlen gilt er dennoch als aussichtsreichster Kandidat. Die Podiumsdiskussion beleuchtet die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Kirgisistan vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahlen und geht auch auf die aktuellen Debatten über eine Verfassungsreform ein.


Diskutantinnen

Beate Eschment
Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin
Kishimjan Osmonova
Humboldt-Universität zu Berlin

Moderation

Gabriele Freitag
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin