Die große ukrainische Emigration und ihre wirtschaftlichen Folgen

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Prisma Ukraïna Lecture

Mit Matthias Benz (Neue Zürcher Zeitung) und Robert Kirchner (Berlin Economics)
Moderation: Ewa Dąbrowska (Prisma Ukraïna)
Begrüßung: Sabine von Löwis (ZOiS)

© Ewa Dabrowska

Die Ukraine hat in den letzten Jahren eine große Auswanderungswelle, insbesondere gen Polen, erlebt. Wie umfangreich sie war, lässt sich nicht genau sagen, es werden Zahlen zwischen 2 und 4 Millionen genannt. Ihre wirtschaftlichen und politischen Folgen sind vielfältig und bedeutend. Matthias Benz (Neue Zürcher Zeitung) analysiert die Vor- und Nachteile der Auswanderung für die Menschen, die Unternehmen und die Politik. Seiner Einschätzung nach kann die Migration kurz- bis mittelfristig eine durchaus positive sozioökonomische Dynamik in Gang bringen. Wie sie sich langfristig auswirkt, hängt von mehreren Faktoren ab, vor allem aber vom allgemeinen Entwicklungspfad, den die Ukraine einschlägt.

Robert Kirchner von der Ukraine-Beratergruppe / Berlin Economics kommentiert den Vortrag und bringt neue Zahlen bezüglich der Geldsendungen der im Ausland arbeitenden Ukrainer in die Diskussion.


Matthias Benz ist promovierter Ökonom und seit Mitte 2006 Mitglied der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Als Wirtschaftskorrespondent befasste er sich insbesondere mit Ostmitteleuropa sowie der Ukraine. Ende 2016 wurde er zum Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien ernannt.

Robert Kirchner studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Potsdam und an der Warwick Business School und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Potsdam tätig. Heute berät er bei Berlin Economics Regierungen in den Transformationsländern Osteuropas zu makroökonomischen Fragestellungen.