Ausschreibung von Werkverträgen

Das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) ist ein unabhängiges, internationales und interdisziplinäres Forschungsinstitut in Berlin. Es konzentriert sich auf die gesellschaftsrelevante sozialwissenschaftliche Forschung zu Osteuropa und die Vermittlung der Ergebnisse an Politik, Medien und die breite Öffentlichkeit.

Im Rahmen des aus Mitteln der Daimler und Benz Stiftung finanzierten Projekts „Die Verbreitung von Erinnerungsgesetzen und die Rückkehr der Nation“ zu den gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen von Erinnerungsgesetzgebung vergibt das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) mehrere Aufträge auf der Basis von Werkverträgen. Es geht darum, eine vorgefertigte Datenbankstruktur für verschiedene europäische Länder mit Informationen zu involvierten politischen Akteuren sowie konkreten Anwendungsfällen einschlägiger Gesetze zu vervollständigen. Die Datenbank ist im Excel Format und kann ohne weitere IT Kenntnisse ausgefüllt werden. Die zu verwendenden Quellen beinhalten Zeitungsartikel, politische Reden und Kommentare sowie einschlägige Rechtsprechung.

Aufgabenportfolio

  • Recherche zum Hintergrund von Entstehung und Entwicklung juristischer Normen zur Erinnerungskultur
  • Identifizierung der Akteure und ihrer Positionen in Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft (Debattenstruktur)
  • Erfassung von Zielgruppen, Charakter und Auswirkung der Normen zur Erinnerungskultur
  • Zusammenstellen der internationalen Reaktionen

Anforderungen

Die vergleichende Datenbank deckt die Mitgliedstaaten der EU sowie die Länder des östlichen Europas ab. Somit sind breite Sprachkenntnisse und ein Verständnis der politischen Dynamiken verschiedener Regionen Europas Voraussetzung für die Bearbeitung.

Die Ausschreibung richtet sich an interessierte Studierende mit fundierten Kenntnissen in mindestens einer der folgenden Sprachen:

  • Estnisch, Litauisch, Lettisch
  • Portugiesisch

Weitere Voraussetzungen

  • Interesse an den politischen Auswirkungen von Erinnerungskulturen
  • Fähigkeit zu selbständiger, präziser und zuverlässiger Arbeit

Die Vergütung orientiert sich am TV Stud III und erfolgt entsprechend der bearbeiteten Länder. Der Arbeitszeitraum kann in Abstimmung mit dem Projektleiter individuell gestaltet werden.

Menschen mit anerkannter Behinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Für alle Bewerber*innen unabhängig ihrer Geschlechtsidentität besteht Chancengleichheit.

Bitte schicken Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung (Anschreiben und Lebenslauf) in einer pdf-Datei (max. 6 MB) mit der Kennziffer Erinnerung 06/2019 bis zum 08.09.2019 an Dr. Félix Krawatzek (felix.krawatzek(at)zois-berlin(dot)de).