Dr. Elkhan Nuriyev

Humboldt Senior Fellow
Tel. + 49 (30) 2005949-64
elkhan.nuriyev(at)zois-berlin(dot)de

Elkhan Nuriyev ist Politikwissenschaftler und seit Juli 2019 Gastwissenschaftler am ZOiS. Er ist Global Energy Associate im Brussels Energy Club und Experte für Russland, Osteuropa und Zentralasien am L&M Political Risk and Strategy Advisory in Wien. Nach der Promotion an der Russischen Akademie der Wissenschaften war er 1996 und 1997 als William-Fulbright-Gastprofessor an der George Washington University, danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Middlebury Institute of International Studies in Monterey, am Kennan Institute/Woodrow Wilson International Centre for Scholars, am Peace Research Institute in Frankfurt (PRIF), an der Universität Bonn, am George C. Marshall European Centre for Security Studies, und bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Von 2008 bis 2011 war er Gründungsdirektor des Center for Strategic Studies und Professor für Politikwissenschaft an der Western University in Baku, Aserbaidschan. Von 2014 bis 2015 war er als DAAD-Gastwissenschaftler bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) sowie als Humboldt-Wissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Seit 2013 ist er Mitglied in der Expertengruppe des Partnership for Peace Consortium (PfP) am George C. Marshall European Center for Security Studies in Garmisch-Partenkirchen.

Forschungsprojekt

Die EU, Russland und die Länder der Östlichen Partnerschaft: Realitäten, Herausforderungen und Perspektiven der Dreiecksbeziehungen

Dieses Projekt beschäftigt sich mit aktuellen kontroversen Entwicklungen auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und versucht zu erklären, welche Auswirkungen jüngste Veränderungen auf die regionale Geopolitik haben. Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage, ob sich die Dreiecksbeziehung zwischen der EU, Russland und der Östlichen Partnerschaft in Zukunft eher kooperativ oder konkurrierend entwickeln werden.

Das Projekt untersucht die Perspektiven von Konfliktlösungsstrategien in der östlichen Nachbarschaft, analysiert die Energiestrategien einzelner Länder in der Region um das Schwarze und Kaspische Meer, und blickt auf die Außenpolitik der EU und Russlands. Ziel ist es, neue Möglichkeiten in den Beziehungen zwischen der EU, Russland und der Östlichen Partnerschaft aufzuzeigen und Empfehlungen für Brüssel, Moskau und die postsowjetischen Staaten Eurasiens auszusprechen.

Forschungsinteressen

  • Russische Außen- und Sicherheitspolitik im postsowjetischen Raum
  • Nachbarschaftspolitik und Östliche Partnerschaft der EU
  • Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung in den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien und Ukraine)
  • EU-Energieaußenbeziehungen mit Russland, Süd Kaukasus, dem Kaspischen Raum und Zentralasien
  • Europa, Energiesicherheit und Kaspische Pipeline-Politik
  • Interessen und Strategien der USA, Iran und  Türkei im Schwarzen Meer und Kaspischen Region

Ausgewählte Publikationen