Economic Confidence-Building Measures and Conflict Settlement

The Case of Transdniestria

Fehlende Fortschritte bei der Beilegung von langanhaltenden Konflikten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion werden unterschiedlich erklärt. Häufig werden hierzu lokale Widerstände oder geopolitische Blockaden angeführt. Dies hat zu der Annahme geführt, dass ein wirkungsvoller Verhandlungsprozess auf beide Problembereiche abzielen muss, indem er sowohl lokale Differenzen als auch die sich vertiefende Spaltung zwischen Russland und dem Westen überbrückt. In diesem Papier beleuchten wir die Dynamik zwischen diesen beiden Bereichen anhand der Bemühungen um die Konfliktbeilegung in Transnistrien. Wir untersuchen dazu zum einen theoretisch die Beziehung zwischen der geopolitischen und der lokalen Ebene und entwickeln eine überprüfbare Hypothese darüber, wie sich erstere im Kontext von vertrauensbildenden Maßnahmen auf letztere auswirkt. Zum anderen untersuchen wir rückblickend vertrauensbildende Maßnahmen im Fall des Transnistrienkonflikts, wobei wir einen besonderen Fokus auf Wirtschaft und Handel legen.

Work-in-Progress 1/2018