Das ZOiS

Das Zentrum für Osteuropa und internationale Studien (ZOiS) ist ein unabhängiges, internationales und interdisziplinäres Forschungsinstitut. Es hat im Oktober 2016 seine Arbeit aufgenommen und konzentriert sich auf die mittelfristig angelegte gesellschaftsrelevante Forschung zu Osteuropa.

Das ZOiS versteht sich als ein Forum, das Universitäten, Forschungsinstitute, Think Tanks, Stiftungen und andere Organisationen mit Osteuropabezug vernetzt. Auf dieser Grundlage vermittelt das ZOiS die Relevanz und Vielfalt von Osteuropa an die breitere Öffentlichkeit.

Die Idee

Nicht zuletzt der Russland-Ukraine-Konflikt hat gezeigt, dass Politik und Gesellschaft ein fundiertes Wissen über die Region benötigen, um vorausschauend agieren zu können. Am ZOiS untersuchen wir vor allem aktuelle politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen und schließen damit eine Lücke in der Osteuropaforschung, die sich in den letzten Jahren zunehmend vergrößert hat.

Unser Auftrag

Gesellschaftsrelevante Grundlagenforschung zu Osteuropa, der Transfer von Forschungsergebnissen in Politik, Medien und Öffentlichkeit sowie Nachwuchsförderung – das sind die zentralen Aufgaben des ZOiS. Wir betreiben Regionalforschung, die internationalen wissenschaftlichen Standards entspricht, den öffentlichen Diskurs mitgestaltet und das Verständnis von Osteuropa vertieft. Dabei kommt es uns darauf an, mit unseren Forschungsergebnissen nicht nur an bestehende Debatten anzuschließen, sondern auch aktiv Themen zu generieren.

Der post-sowjetische Raum ist eine zentrale Region in unserer Forschung. Unsere Arbeit ist jedoch thematisch flexibel und vergleichend angelegt und somit nicht auf das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion beschränkt. Diese Offenheit zeichnet auch unsere wissenschaftliche Vorgehensweise aus. Wir verknüpfen qualitative und quantitative Methoden, arbeiten mit Interviews, Befragungen und Textanalysen und betreten auch in der Feldforschung neue Wege, etwa durch die Einbeziehung künstlerischer Forschung.

gGmbH und Stiftung

Das ZOiS wurde auf Beschluss des Bundestages gegründet und wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Um die wissenschaftliche Unabhängigkeit zu sichern, hat es die Form einer gGmbH, die von einer Stiftung gleichen Namens betrieben wird, welche die Funktion der Gesellschafterin übernimmt. Der Stiftungsrat ist mit Mitgliedern aus Wissenschaft und Politik besetzt. Außerdem wird die Leitung des Zentrums durch einen internationalen wissenschaftlichen Beirat beraten.

Für das ZOiS ist Osteuropa mehr als nur ein Forschungsobjekt. Das erklärte Ziel ist es, nicht nur über, sondern mit Osteuropa zu forschen. Wir setzen uns aktiv mit der in der Region generierten Forschung und osteuropäischen Wissenschaftler/-innen auseinander.