Konfliktdynamiken

Erste Projekte:

Der Einfluss von Krieg, Annexion und Flucht auf politische Identitäten in der Ukraine

Dieses Projekt erforscht die Auswirkungen von Krieg, Annexion und Flucht auf die politisch relevante Selbstidentifikation der direkt betroffenen ukrainischen Bevölkerung. Es ist inderdisziplinär angelegt und verbindet eine sozialwissenschaftliche Analyse in der Form von Meinungsumfragen mit Methoden der anthropologischen Feldforschung und künstlerischen Forschung. Das Projekt konzentriert sich auf den Donbas, die Krim und die Gebiete in der Ukraine und in Russland, die eine hohe Konzentration von Kriegsflüchtlingen aufweisen. Es generiert somit Daten über Regionen und Menschen, die zur Zeit aus den meisten Umfragen und Diskussionen ausgeblendet bleiben, obwohl sie für Gesellschaft und Politik in der Ukraine und für externe Akteure, die die Reformprozesse unterstützen, potenziell von großer Bedeutung sind. Offiziellen Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der Kriegsflüchtlinge auf etwa 2,5 Millionen Menschen; in der Realität mag sie höher liegen. Bisher gibt es nur punktuell Untersuchungen zum demographischen und politischen Profil der Geflüchteten. Darüber hinaus ist bisher nicht der Versuch unternommen worden, durch gezielte Umfragen im Donbas, einschließlich der besetzten Gebiete, und auf der Krim, den gegenwärtigen Alltag der Bevölkerung und damit verbundene Dimensionen der individuellen Selbstdefinition zu erfassen. Die geplanten statistischen Erhebungen werden durch eine längere Phase der Feldforschung in der Ukraine und in Russland ergänzt: Narrative Interviews und Bildmaterial (Fotos und Video) kontextualisieren hierbei die Umsetzung und Auswertung der Meinungsumfragen.

Projektkoordination: Prof. Dr. Gwendolyn Sasse und Mark Neville

Displaced Ukrainians

"Displaced Ukrainians" ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstler Mark Neville und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS). Das Projekt gibt den Geflüchteten eine Stimme. mehr...